Sunday, 30 August 2015

#RPGaDAY2015 - Beliebtester RPG-Promi

Tag 30 von #RPGaDAY2015. Wer nicht weiß, was der Hashtag bedeutet, der liest einfach in meinem Eingangsthread nach. Die Frage heute lautet:

Welchen rollenspielenden Prominenten magst Du am liebsten?

 

Für mich ist das Robin Williams. Ich mag ihn nicht nur als Schauspieler, sondern fand es natürlich auch cool, daß er so viel für Phantastik und Spiele übrig hatte. Der Freitod, den er im Würgegriff einer wachsenden Paranoia vor ziemlich genau einem Jahr nicht wirklich gewählt, sondern in den er im Prinzip gedrängt worden ist, zeigt auf bittere Weise, was geschieht, wenn die Realität um einen herum zerbricht und zu einem Zerrbild der eigenen Psyche wird. Das erschreckt mich jedesmal, wenn ich darüber nachdenke.

Es gibt viele sympathische Promis, die Rollenspiele spielten oder noch spielen, doch ich habe Robin auch ausgewählt, da er ebenso meinem zweiten Steckenpferd zugetan war: den Videospielen. In Erinnerung ist mir da noch immer sein unglaublich sympathischer Werbespot für Nintendo's Vorzeige-Action-Adventure, den ich hier nochmal via YouTube eingebettet habe.


Er liebte die Spielereihe offenbar so sehr, daß seine Tochter den Namen Zelda erhielt. Ein Name, den diese zunächst nicht mochte, aber später lieben gelernt hat. Das Williams im Herzen immer ein Kind geblieben ist, mag sich nach Illustrierten-Sentimentalität anhören, aber ich glaube das wirklich - und sehr viele Menschen haben das über ihn gesagt. Vermutlich fühle ich mich ihm darum auch mehr verbunden als vielen anderen spielenden Promis.

Ruhe in Frieden, Robin.

Falls jemand noch mehr zur Aktion #RPGaDAY2015 lesen möchte, findet er u.a. auch in diesen Blogs Artikel dazu: Greifenklaue's Blog, De Malspöler, Mondbuchstaben, Jaegers.Net, Le joueur de Prusse en exil. Oder er guckt bei rsp-blogs vorbei, da wird er sicher auf noch mehr Blogs aufmerksam.

Saturday, 29 August 2015

#RPGaDAY2015 - Beliebteste(r) Website/Blog

Tag 29 von #RPGaDAY2015. Wer nicht weiß, was der Hashtag bedeutet, der liest einfach in meinem Eingangsthread nach. Die Frage heute lautet:

Welches ist deine beliebteste Website bzw. dein beliebtester Blog?

 

Diesmal der Settembrini-Gedenkbeitrag: keine(r).

:)

Falls jemand noch mehr zur Aktion #RPGaDAY2015 lesen möchte, findet er u.a. auch in diesen Blogs Artikel dazu: Greifenklaue's Blog, De Malspöler, Mondbuchstaben, Jaegers.Net, Le joueur de Prusse en exil. Oder er guckt bei rsp-blogs vorbei, da wird er sicher auf noch mehr Blogs aufmerksam.

Friday, 28 August 2015

#RPGaDAY2015 - Ex-Lieblings-RPG

Tag 28 von #RPGaDAY2015. Wer nicht weiß, was der Hashtag bedeutet, der liest einfach in meinem Eingangsthread nach. Die Frage heute lautet:

Wie heißt Dein ehemaliges Lieblings-RPG?

 

Das ist echt eine ziemlich schwierige Frage. Und das liegt an meinem leider sehr breit gestreuten Interesse - sowohl an Genres als auch Systemen. Ich habe früher viele Rollenspiele mit Begeisterung gespielt, die ich heute wohl nicht mehr anfassen würde. Sei es, weil es viel bessere gibt, die das Gleiche können. Oder weil sich der Geschmack in andere Richtungen entwickelt hat.

Zunächst kam mir die Reihe der Rollenspiele aus dem Hause Palladium Books in den Sinn - Palladium Fantasy Role-Playing, Heroes Unlimited, Rifts oder Beyond the Supernatural habe ich alle über lange Zeit gespielt, aber hauptsächlich geleitet. Aber geliebt? Nein, vermutlich nicht. Darum müsste die Antwort RuneQuest heißen, doch da ich derzeit von der 6. Edition so begeistert bin und diese noch spielen will, entscheide ich mich für... WARHAMMER FANTASY ROLEPLAY. Und zwar für diese Version hier:


Mann, ich liebe dieses Cover!


Dies war eines der Systeme, die ich zuerst als Spieler entdeckt habe. Und es war wahrlich eine "grimmige Welt gefährlicher Abenteuer"! Mich sprach einerseits das System an (ich mag Prozentsysteme) und andererseits diese europäisch-spätmittelalterliche Welt voller Dreck, Heimtücke und Chaos, die auch in den (damals beispiellos) brutalen und düsteren Illustrationen zum Leben erweckt wurde. Dennoch klang jene Note von Heldentum durch, wie sie nur von zwielichtigen, teils ausgestossenen oder abgeschobenen Individuen zur Blüte gelangen konnte. Es war seinerzeit eine deutliche Abkehr von meinen sonstigen Rollenspielwelten und hat daher viel Eindruck hinterlassen.

Noch heute finde ich das Karrieren- und Steigerungssystem so genial wie einfach. Je nach Beruf (und das waren oftmals ziemlich banale Professionen, wie etwa Bettler oder Schriftgelehrter) kann man mehrere, für die Tätigkeit wichtige Eigenschaften steigern, die entweder in Werten zwischen 10 und 100% oder von 1 bis 10 angegeben waren. Es gab eine Fertigkeit für Nahkampf (Weapon Skill) und eine für Fernkampf (Ballistic Skill). Jede Karriere gab einem Steigerungen für bestimmte Eigenschaften, etwa +10 auf Weapon Skill oder +2 auf Stärke. Pro 100 EP konnte man eine Steigerung um jeweils +10% oder +1 (bei Werten von 1-10) vornehmen. Hatte man die Steigerungen ausgereizt, war die Karriere "abgeschlossen" und man konnte in eine andere Karriere wechseln, um den Charakter weiter auszubauen. Hierzu hatte jede Karriere sogenannte "career exits" (also in etwa "weiterführende Karrieren"). Besaß die neue Karriere nun eine Steigerung, die höher war als die aus der ehemaligen Karriere, konnte man die entsprechende Eigenschaft um die Differenz weiter steigern. Oder anders: wenn man z.B. einmal eine Eigenschaft um die +20% der ehemaligen Karriere gesteigert hatte, benötigte man in seiner neuen Karriere mindestens eine Steigerungsmöglichkeit von +30% in dieser Eigenschaft, um sie um die Differenz von +10% anheben zu können.


Hier das "Advance Scheme" für eine der "advanced careers", den Hexenjäger
Mein liebster Charakter, Gregor Erlenherz, den ich durch zahllose Abenteuer und Kampagnen (Death on the Reik, Shadows over Bögenhafen, Power behind the Throne, etc.) geführt habe, begann als schmieriger Gefängniswärter und war am Ende (als wir die Spielrunde dann auflösten) ein amtlicher Veteran, der (glaube ich) 4 abgeschlossene Karrieren hinter sich hatte (Jailor, Outlaw Chief, Bounty Hunter und Templar). Leider finde ich seinen Charakterbogen gerade nicht, sonst hätte ich ihn hier abgelichtet. Mit ihm und durch ihn habe ich die Alte Welt erkundet, ihre abscheulichen Seiten bekämpft und doch nie jenen Frieden gefunden, der auf strahlende Helden wartet. Weil Gregor Erlenherz kein solcher war.

Ich denke, der dunkle, martialische Unterton sowohl der Optik als auch des Settings traf damals einen Nerv bei mir. Und wenngleich WFRP, 1st Edition, manchmal etwas sperrig war, habe ich es echt geliebt und würde es der neuen Edition (die ich auch schon gespielt habe) wohl in jedem Fall vorziehen. Die 2nd Edition allerdings habe ich nie gespielt; mag sein, daß sie systemseitig noch einiges verbessert und gerade gezogen hat. Der 1st-Edition-Look allerdings, durch solch großartige Künstler wie John Blanche, Adrian Smith oder Martin McKenna unauslöschlich ins Leben gerufen, bleibt unerreicht. Wenn ich allein an die geilen Grundrißpläne und Gebäudeansichten denke! Bis heute weckt ein jedes Blättern in WFRP die Lust zum Spielen (und dieser Artikel übt gerade eine ähnliche Wirkung auf mich aus). Warum ich meine Ausgabe mal verkauft habe, weiß ich heute nicht mehr so ganz genau (es ging vermutlich um physikalische und geistige "Ausmistung" sowie die Tatsache, daß ich mich fantasymäßig doch auf D&D eingeschossen hatte), doch es ist einer jener Verkäufe, die ich oft bereue (was durch die zum momentanen Zeitpunkt fortgeschrittene Stunde und mehrere Gläser Rotwein noch verstärkt wird, weswegen ich nun auch zum Ende komme).

Falls jemand noch mehr zur Aktion #RPGaDAY2015 lesen möchte, findet er u.a. auch in diesen Blogs Artikel dazu: Greifenklaue's Blog, De Malspöler, Mondbuchstaben, Jaegers.Net, Le joueur de Prusse en exil. Oder er guckt bei rsp-blogs vorbei, da wird er sicher auf noch mehr Blogs aufmerksam.